Naga – Amuntempel – Relief Malerei Inschriften. (ArS 3)

Naga – Amuntempel – Relief Malerei Inschriften. (ArS 3)

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„Clearance would be required before the temple could be completely copied … It is to be hoped that henceforth annual excavations will produce an annual harvest.“ Mit dieser Bemerkung schließt F. Ll. Griffith 1910 seine Einleitung zur Publikation der Texte des Amuntempels von Naga, den er „the chief storehouse of texts in Meroitic hieroglyphic“ nennt.

Es sollten 85 Jahre bis zu den ersten „annual excvations“ im Amuntempel vergehen. Das Areal des Tempels hatte über die vielen Jahrzehnte bis zum Beginn des Naga-Projekts 1995 keine Veränderungen gegenüber dem Zustand erfahren, den Griffith so vorgefunden hatte, wie er 1822 von Linant de Bellefonds und Cailliaud und 1844 von der preußischen Expedition dokumentiert worden war. 

Bislang waren diese frühen Publikationen die wichtigste Materialgrundlage für wissenschaftliche Arbeiten über den Amuntempel. Ihre Strichzeichnungen sind im ikonographischen Detail von bewundernswerter Präzision; wie jedoch der Vergleich von vor Ort gefertigten Originalzeichnungen und „korrigierten“ Reinzeichnungen der Publikation am Beispiel der Lepsius-„Denkmäler“ zeigt, sind diese Strichzeichnungen für kunstwissenschaftliche Analysen zur Stilistik der Reliefs unzureichend. Die Dokumentation dieser Reliefs in Fotografie und 3D-Scan bietet nun erstmals ein authentisches Bild. Außerdem werden durch die Freilegung der Tempelräume bis auf das antike Begehungsniveau auch die unteren, bislang verschütteten Wandzonen mit ihren Reliefs und Malereien erfasst. 

Die vollständige Ausgrabung des Amuntempels hat darüber hinaus noch weiteres bislang unbekanntes Quellenmaterial erbracht. Die umgestürzten Säulen des Hypostyls bilden nach der Wiedererrichtung mit ihren zahlreichen kleinformatigen Reliefs einen bedeutenden Zuwachs zur Ikonographie der meroitischen Religion, desgleichen die Reliefs des Sanktuars mit den verstürzt hinter dem Tempel gefundenen beiderseits reliefierten Blöcken seiner rückwärtigen Mauer. Dazu kommt der Reliefschmuck der Tore in den Nebenräumen des Sanktuars. Ikonographisch und stilistisch von besonderer Bedeutung sind die Darstellungen auf den Podesten im Sanktuar und im Sonnenhof. Neben den Reliefs wurde für die Ausgestaltung der Tempelräume in beträchtlichem Umfang auch Malerei verwendet. Aus sehr zahlreichen Fragmenten kann die Thematik der großformatigen Darstellungen zumindest teilweise erschlossen werden. Da zur Objektgattung Relief gehörig, sind auch das Stufenpodest aus dem Vorfeld des Tempels und die beiden im Hypostyl und im Sanktuar aufgefundenen Stelen mit Nennung der Königin Amanishakheto in die vorliegende Publikation aufgenommen worden.

Neben dem Zugewinn an neuen Bild- und Textquellen bietet die vorliegende Veröffentlichung auch Ansatzpunkte für ikonologische und stilistische Beobachtungen. Schon in den ersten Publikationen über Naga wird die Unterschiedlichkeit der Reliefs des Amuntempels und des Löwentempels thematisiert; dabei wird der Amuntempel bis in jüngste Zeit im Gegensatz zum „meroitischen“ Löwentempel als „ägyptisch“ oder „betont ägyptisierend“ klassifiziert. Bereits Cailliaud spricht vom „style égyptien sans mélange“. Eine detaillierte Analyse wird versuchen, das typisch Meroitische in den Darstellungen des Amuntempels herauszuarbeiten.

Typologie, Materialität und Bautechnik des Amuntempels sollen im Kontext einer Gesamtdarstellung der Architektur der sakralen Bauten von Naga in einem eigenen Band der Naga-Publikationsreihe untersucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Bibliographische Angaben

Reihe + Nummer: ArS 3

 

ISBN: 978-3-86835-292-4

 

Erscheinungsjahr: 2021

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Erscheinungsdatum

ArS 3 wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erscheinen.

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