Ägypten und Arabien. Ein Beitrag zu den interkulturellen Beziehungen Altägyptens. (AOAT 420)

Ägypten und Arabien. Ein Beitrag zu den interkulturellen Beziehungen Altägyptens. (AOAT 420)

Gunnar Sperveslage

ISBN: 978-3-86835-155-2

Pub: 2019

xii + 482 pp., 208 Abb.

Ägyptische und ägyptisierende Funde von verschiedenen archäologischen Stätten der Arabischen Halbinsel sowie epigraphische Quellen zeichnen ein differenziertes Bild der Kontakte zwischen Ägypten und Arabien in vorislamischer Zeit. Mit der vorliegenden Studie werden diese erstmals ausführlich behandelt und in einen Gesamtkontext gestellt. Zwar sind die Quellen insgesamt nicht sehr dicht, zeigen dafür aber eine große Varianz und eine lange zeitliche Erstreckung. Kontakte bestanden mindestens seit dem Mittleren Reich, wie die Funde von Sabir-Keramik in Mersa Gawasis belegen, und reichen bis in die römische Epoche. Vor allem die archäologischen Grabungen in Tayma und Qaryat al-Faw haben in den vergangenen Jahren interessantes Fundmaterial geliefert, das neues Licht auf die Beziehungen nach Ägypten wirft. Nicht nur ägyptische Objekte in Form von Amuletten und Skarabäen sind in Siedlungs- wie auch in Grabkontexten gefunden worden, sondern auch Motivadaptionen im religiösen Bereich. Der ägyptische Einfluss auf die Oasen, die entlang der Weihrauchstraße ökonomische Zentren mit multikultureller Bevölkerung waren und Kontakte zu den unterschiedlichen Nachbarkulturen pflegten, wird so in vielerlei Hinsicht greifbar. In der diachronen Entwicklung zeigt sich, dass in der frühen Eisenzeit vor allem ägyptische Objekte nach Arabien gelangt sind, während in der Mitte des 1. Jt. v.Chr. zunehmend Motiv-übernahmen und lokale Adaptionen ägyptischer Elemente beobachtet werden können.

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